Man sollte es nicht für möglich halten, aber in Deutschland gibt es auch weiterhin Regionen, in der die Bewohner noch immer in der Internetsteinzeit leben müssen. Zwar werden in den kommenden Jahren wohl auch die letzten ländlichen Gebiete der Bundesrepublik ihren DSL-Anschluss bekommen, doch bis dahin ist guter Rat natürlich teuer. Doch keine Bange: Selbst wer an seiner Adresse keinen DSL-Zugang über eine Kabelverbindung bekommt, muss nicht zwingend auf schnelles Internet verzichten. Wir zeigen, welche Alternativen es gibt und was sie taugen.

Schnelles Internet ohne DSL

DSL gibt es mittlerweile fast überall und sonstiges Zubehör wie Router und W-Lan Adapter findet man heute ganz einfach auf Internetseiten wie plus.de. Wer aber tatsächlich in seinen eigenen vier Wänden noch kein DSL beziehen kann, muss auf andere Mittel zurückgreifen: Diverse TV-Anbieter haben ihre Netze vielerorts so ausgebaut, dass über das TV-Kabel auch gesurft werden kann. Dabei handelt es sich auch nicht um einen lauen Kompromiss, denn mit bis zu 120 Megabit pro Sekunde im Download sind die Übertragungsgeschwindigkeiten der TV-Kabelanbieter in vielen Fällen sogar höher als bei klassischen DSL-Anschlüssen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis dieser Lösung weiß ebenfalls zu überzeugen.

Die LTE-Lösung und DSL per Satellit

Doch es gibt auch Menschen in Deutschland, die weder DSL noch TV-Internet beziehen können. Was also macht diese abgeschnittene Randgruppe? Wer sich selbst in dieser Situation wiederfindet, sollte sich bei einem der großen Telefonanbieter nach LTE erkundigen. Die moderne Funktechnologie muss nach Bedarf von den Mobilfunkanbietern erst einmal in den bisher unterversorgten Gebieten ausgebaut werden und soll den kabelgebundenen Anschluss ersetzen, weil der Ausbau des Kabelnetzes natürlich mit wesentlich höheren Kosten verbunden ist. Auch die Leistung kann sich sehen lassen, ist doch das Herunterladen von Daten per LTE mit bis zu 50 Megabit pro Sekunde möglich. Der größte Nachteil dieser Variante ist wohl der Umstand, dass ab einem bestimmten verbrauchten Volumen pro Monat die Geschwindigkeit leider stark reduziert wird. Das bedeutet also für alle User, die im Internet regelmäßig Videos schauen oder Filme herunterladen, dass sie mit der LTE-Variante schnell an ihre Grenzen stoßen werden, wenn doch bereits ab fünf Gigabyte die Geschwindigkeit reduziert wird. Für eine gemäßigte Internetnutzung, kleine Downloadraten, normales Surfen und das Abrufen von E-Mails reicht die Datenrate aber locker aus. Die monatlichen Grundgebühren liegen je nach Geschwindigkeit zwischen 30 und 70 Euro. Zusätzlich muss man sich auch noch einen Router kaufen. Das geht, wie bereits erwähnt, ganz leicht auf plus.de. Wenn auch LTE nicht verfügbar sein sollte, hilft nur noch die weniger bekannte DSL-Variante per Satellit. Vorausgesetzt ist dabei natürlich die Installation einer Satellitenschüssel.

 
3. November 2011, 15:00 Uhr

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