Die EU-Kommission hat gegen das Unternehmen Slovak Telekom, eine slowakische Tochter der Deutschen Telekom ein Kartellverfahren eingeleitet.

Gegen die Slovak Telekom wird der Verdacht erhoben, anderen Wettbewerbern den Markteintritt mit einer nicht angemessenen Preispolitik verwehrt zu haben. Die extrem niedrigen Preise, die die Slovak Telekom von ihren Kunden gefordert hat, haben in der Konsequenz dazu geführt, dass für andere Wettbewerber durch die zu erwartenden geringen Gewinnmargen die Nutzung der Infrastruktur, die sich in den Händen der Slovak Telekom befindet, unrentabel gewesen wäre.

Sollte sich der Verdacht bestätigen, droht dem slowakischen Netzbetreiber eine Geldstrafe von einem bis zu zehn Prozent seines Jahresumsatzes. Schon im letzten Jahr war die Telekom-Tochter der slowakischen Kartellbehörde aufgefallen und aufgrund ähnlicher Vorwürfe zu einer Geldstrafe in Millionenhöhe verurteilt.

 
28. April 2009, 17:43 Uhr

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